„Das TV-Duell: Merkel – Schulz“ am 3. September 2017 nach dem Modell von 2013

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Für das TV-Duell zwischen den Kanzlerkandidaten von Union und SPD planten die beteiligten Sender Änderungen, die »mehr Raum zu Spontanität und Vertiefung« bieten. Da Merkel für diesen Fall mit einer Absage drohte, bleibt nun alles beim alten.

Drei Wochen vor der Bundestagswahl sollen am 3. September SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz und CDU-Bundeskanzlerin Angela Merkel als Höhepunkt des Bundestagswahlkampfs in einem TV-Duell aufeinander treffen. Seit 2002 gibt es dieses Format zwischen den Kanzlerkandidaten der beiden größten Parteien.

Dabei habe es diesmal aus dem Büro Merkel eine deutliche Einflussnahme auf den Verlauf der Sendung gegeben, als die beteiligten Sender ARD, Sat. 1, RTL und ZDF mit den Vertretern der Spitzenkandidaten die Modalitäten des TV-Duells abklären wollten.

Der persönliche Stab von Merkel erklärte sich bei dem Vorgespräch am Montag mit einigen Plänen der Sender als nicht einverstanden und drohte mit einem Boykott des TV-Duells seitens der Kanzlerin, falls man daran festhalte.

Es sollten anders als beim Duell 2013 die zwei Moderatorenpaare Peter Kloeppel (RTL) und Maybritt Illner (ZDF) sowie Sandra Maischberger (ARD) und Claus Strunz (ProSieben/Sat.1) jeweils 45 Minuten für ihren Fragenblock bekommen.

Ziel der Sender sei es gewesen, dadurch »mehr Raum zu Spontanität und Vertiefung« durch mehr mögliche Nachfragen zu schaffen. Die Kanzlerin sei aber unter diesen Bedingungen nicht zur Teilnahme bereit gewesen, hieß es. Daher werde das TV-Duell in bisheriger Weise ablaufen, dass die einzelnen Moderatoren sich häufig mit ihren Fragen abwechseln.

Wer die Macht hat bestimmt wie es läuft in Merkelland.