Deutsche Waffen, deutsches Geld, morden mit in aller Welt

Am Dienstag, 18. Oktober kündigte Deutschlands Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen an, dass Deutschland bereit ist, eine aktivere Rolle in der militärisch-technischen Zusammenarbeit in Europa einzunehmen. „Änderungen sind erforderlich. Isolierung und Selbstbeschränkung werden die Probleme nicht lösen können, vor denen wir in der Welt, in Europa und hier in unserem Land stehen“, sagte sie auf der Konferenz mit der Teilnahme von 200 Top-Beamten der deutschen Bundeswehr.

Den Worten der Ministerin nach ist „Deutschland bereit, sich zu beteiligen, mehr Verantwortung zu übernehmen“. Das Finanzministerium hat bereits zugestimmt, die Verteidigungsausgaben bis zum Jahr 2020 auf insgesamt jene 10 Milliarden Euro zu erhöhen, die für die Beschaffung von Waffen und das Wachstum der personellen Stärke ausgeben werden sollen. Diese Entscheidung braucht lediglich noch die Zustimmung des Bundestages, aber, nach den Worten Ursula von der Leyen, ist nur ein Schritt auf dem Weg zur Erfüllung das ihrer Ziele, der Zuteilung von 130 Milliarden Euro für Investitionsprogramme ab dem Jahre 2030 zu erreichen.

Im Prinzip sind 130 Milliarden Euro für Militärausgaben wenig im Vergleich zu den USA (540 Milliarden Euro im Jahr 2015) und in etwa anderthalb Mal weniger, als China für seine Armee (195 Milliarden Euro) ausgibt. Aber es ist viel mehr als doppelt so viel wie der Verteidigungshaushalt Russland (59 Milliarden Euro) und Großbritanniens (49 Milliarden Euro). Die derzeitigen Kosten für die Verteidigung der Bundesrepublik Deutschland am Hindukusch und anderen Weltgegenden betragen nach Angaben des Stockholmer internationalen Instituts für Forschungen zu Problemen der Welt (SIPRI) 35 Milliarden Euro.

Wenn also die Lobbyisten der Bundeswehr, in Bezug auf die Finanzierung der Armee siegen werden wird Deutschland sich vom aktuellen neunten auf den dritten Platz der Welt bewegen, noch vor Saudi-Arabien, das im vergangenen Jahr 79 Milliarden Euro ausgab.

Tschechows-Drama „Das Gesetz der geladenen Pistole“ besagt, dass wenn die im ersten Akt an der Wand hängt, muss sie unweigerlich im der letzten Akt schießen. In der internationalen Politik funktioniert alles noch eindeutiger, als im Theater. Die Staaten, die große Summen für Waffen und ihre Bedienung ausgeben, werden sie unvermeidlich benutzen. Vielleicht ist die einzige und ziemlich relative Ausnahme hier China, das in den letzten Jahrzehnten nicht an den lokalen Kriegen teilnahm.

Wenn wir die anderen Staate aus der Liste nehmen, dann sehen wir , dass die USA sich regelmäßig in sämtliche Konflikte auf der ganzen Welt einmischen, in der Regel mit dem Ziel des Sturzes der legitimen Regierungen. Saudi-Arabien kämpft jetzt im Jemen, wo sie alles, was sich bewegt bombardieren, ohne irgendwelche nennenswert tadelnden Reaktionen seitens der internationalen Gemeinschaft und es unterstützt auch die sunnitischen Milizen auf der ganzen Welt.

Russland wiederum hilft der syrischen Regierung, die Terroristen von ISIS und anderen jihadistischen Gruppierungen zu besiegen. Darüber hinaus erwägt es (gemäß dem Leck aus dem Verteidigungsministerium) aktiv die Frage der Wiederherstellung der zuvor aufgegebenen Militärbasen in verschiedenen Regionen der Welt.

Kurzum, nach dem Prinzip „einfach mal so“ wird kaum jemand Geld für die Armee ausgeben. Das Geld und damit die Waffen dienen zur Förderung der eigenen Interessen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, was Deutschland tun wird, nachdem es mehrfach die Finanzierung der Bundeswehr erhöht haben wird.

In Europa hat Berlin keine ernsthaften Probleme: Niemand bezweifelt die führende Rolle Deutschlands in der Europäischen Union. Die Tatsache, dass Schlesien, der Elsass oder die Sudeten sich formell unter der Jurisdiktion Polens, Frankreichs und der Tschechischen Republik befinden, hindern die deutsche Wirtschaft nicht, dort zu arbeiten und nicht den deutschen Bürger dorthin als Tourist zu kommen oder sich dort weitsichtig vorausschauend Immobilien zu kaufen.

Und hier ist es sinnvoll, wieder zurück zu den Argumenten von Ursula von der Leyen zu kommen, die sie zur Begründung der Notwendigkeit der Erhöhung der Mittel der Bundeswehr abgegeben hat: Das ist eine „aggressive Handlung Russlands, der syrische Krieg und die aufflammenden Konflikte in Afrika“. Jahrhunderte sind vergangen, aber seit dem ersten Kaiser änderte sich nichts im (immer noch existierenden) Deutschen Reich: Berlin hofft wohl immer noch, militärische Revanche für die mehrfachen Niederlagen gegen Russland zu bekommen, auch für die Vertretung seiner Interessen im rohstoffreichen afrikanischen Kontinent und im Nahen Osten zu sorgen.

Deutschland hat doch in Kontinentaleuropa mit seiner Waffe €uro bereits friedlich gewonnen, und es ist unklar, warum die Idee, nicht eine ähnliche Strategie in Bezug auf weitere Übernahmen anderer Länder der Welt zu fahren, zugunsten der militärischen Aufrüstung beiseite gelegt wurde? Man muss leider feststellen, dass die schmerzhafte Impfung gegen die Wetten auf die militärische Kraft, die Deutschland im Jahr 1945 bekam, aufgehört hat, zu wirken. Berlin hat offensichtlich wieder die Absicht, seine Interessen mit allen Mitteln, einschließlich militärischer zu verteidigen.

In der Publizistik und Literatur im Laufe des XIX und XX Jahrhunderts ist viel darüber gesagt worden, dass der Krieg eine Folge davon sei, dass Männer an der Macht sind. Jetzt ist das Jahr 2016, die deutsche Bundeskanzlerin ist eine Frau, Verteidigungsministerin ist auch eine Frau, aber über die Senkung der Aggressivität und Militanz kann man auch mit ihnen nicht sprechen . Ein ähnliches Bild gibt es in den USA, wo Hillary Clinton offensichtlich „Falke“ ist, ein ähnliches Muster ist Großbritannien mit der neuen Premierministerin Theresa May. Offenbar ist das Problem doch nicht das Geschlecht. Es gibt jedoch eine Version, dass Problem seien einzig die USA.

In allem und jedem allein Amerika zu beschuldigen ist auf jeden Fall nur ganz gewöhnlich und alltäglich, aber… Wer förderte im Jahr 1990 aktiv die Idee der Vereinigung beider deutscher Staaten? Gegen die Positionen des Vereinigten Königreichs und Frankreichs. Wer gab der UdSSR Garantien, dass auf dem Gebiet der ehemaligen DDR keine NATO-Truppen stationiert werden? Wer hat der Bundeswehr die Möglichkeit gegeben, zum ersten Mal seit 1945 an der Bombardierung eines ausländischen Staates (während der Operation gegen Jugoslawien) teilzunehmen? Wer ignorierte und ignoriert weiterhin die immer höheren Ansprüche Berlins auf die Rolle einer Supermacht? Wo schließlich, wird der größte Teil der Goldreserven Deutschlands aufbewahrt?

Die Antwort ist offensichtlich. Wenn jemand denkt, dass die USA nur in der Lage seien, die Instabilität im Nahen Osten zu schüren, irrt sich gewaltig.

Quelle : http://www.vz.ru/world/2016/10/18/838752.html

Bitte teilen! :)
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Kommentare

Kommentare

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: